ÜBER MICH
Dr. Sara Rogalski
Prioritätenexpertin | Anglistin | Wissensvermittlerin
Doctor of Philosophy
English Literature
Master of Arts
English Literatures and Cultures
1. Staatsexamen
Deutsch und Englisch auf Gymnasiallehramt
Bevor ich promovierte, kannte ich das Gefühl, mich durch Studium und Arbeit zu bewegen, ohne dass mir wirklich jemand erklärte, wie viele Dinge eigentlich funktionieren. Ich habe viel auf den letzten Drücker gemacht, mich oft von Aufgabe zu Aufgabe gehangelt und lange geglaubt, dass andere schlicht besser organisiert, belastbarer oder souveräner seien. Dabei ging es nicht nur um Zeitmanagement, sondern auch um etwas Grundsätzlicheres: um fehlende Orientierung, unausgesprochene Regeln und das ständige Gefühl, vieles selbst herausfinden zu müssen.
Zu Beginn meiner Promotion wurde mir noch deutlicher, wie viel im akademischen Alltag auf implizitem Wissen beruht. Wer weiß, wie man Prioritäten setzt, Unterstützung einholt, Erwartungen einordnet und die eigenen Ressourcen schützt, bewegt sich anders durch Studium und Wissenschaft als jemand, dem all das nie wirklich erklärt wurde. Für mich war das ein Wendepunkt. Ich begann, meine Arbeit strategischer zu organisieren, klare Entscheidungen darüber zu treffen, was wichtig ist, und meine Zeit nicht mehr an alles gleichzeitig zu verlieren. So entstand nicht nur ein tragfähigerer Arbeitsstil, sondern auch mein Interesse an der Frage, wie akademischer Erfolg mit Zugang zu Wissen, Orientierung und Zugehörigkeit zusammenhängt.
Diese Erfahrung prägt meine Arbeit bis heute. Mit prioriset unterstütze ich Studierende und Promovierende dabei, sich im akademischen Alltag klarer, wirksamer und informierter zu bewegen — in Workshops zu Selbstorganisation, wissenschaftlichem Arbeiten, Kommunikation und akademischer Entwicklung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf First-Generation-Academics. Mit meinem Projekt first.gen schaffe ich Formate für Studierende und Promovierende, die als Erste in ihrer Familie ihren Weg durch Hochschule und Wissenschaft gehen — und für die viele Herausforderungen nicht aus fehlender Leistung entstehen, sondern aus fehlendem Zugang zu dem Wissen, das andere nebenbei mitbekommen.
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